So kannst du deinen Schweinehund überwinden

Produktiv & effizient

Um deinen Schweinehund zu überwinden, musst du Anfangen und Dranbleiben! Prioritäten setzen und Fokus halten!

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Wie schaffst du es, dich trotz unzähliger Aufgaben auf das Wesentliche zu konzentrieren, dich nicht ständig ablenken zu lassen, den Überblick zu behalten und doch das Wichtigste in kurzer Zeit zu erledigen? 

Gemeinsam schauen wir uns verschiedene Motivationshacks an, die deinen Schweinehund in Bewegung bringen. Du lernst Techniken, um dir einen Überblick über deine ToDos zu verschaffen, um dann sinnvoll einzelne Aufgaben anzugehen. Isst du lieber Frösche oder Sahnekuchen? Diese und andere persönliche Erkenntnisse werden dir helfen, deutlich gezielter deine Aufgaben anzugehen.

Ist dein Schweinehund auch so unproduktiv und lenkt dich gerne mit unwichtigen Dingen ab? Tauche ein in die Welt des fokussierten und konzentrierten Arbeitens. 

Aber all das nützt nichts, wenn du mittendrin den Drive verlierst. Mit einigen Tricks schaffst du es, auch unbeliebte Aufgaben bis zum Ende durchzuziehen!

ANFANGEN

„Der Anfang ist das Schwerste.“ 

Gründe, um gar nicht erst anzufangen, gibt es viele:

  • zu viele Aufgaben 
  • zu wenig Struktur
  • falsche oder unklare Prioritäten 
  • mangelnde Disziplin
  • zu viele Ideen
  • zu hohe Ziele – Angst vor dem Scheitern / unrealistisch
  • Antriebslosigkeit (vielleicht sogar mit körperlichem Hintergrund wie Mikronährstoffmangel wie Eisen z.B.)

Hack Nr. 1: Stell dir deinen Schweinehund vor

Wie sieht dein Schweinehund aus? Stell ihn dir genau vor. Wie sieht er aus, wie groß ist er, welche Farbe hat sein Fell, hat er vielleicht sogar einen Namen? Je besser du ihn dir vorstellen kannst, umso eher kannst du ihn zur Seite schieben, in einen anderen Raum schicken oder einfach ignorieren.

Diese 5 simplen wie genialen Möglichkeiten hast du, um ins Tun zu kommen.

  1. Nicht denken – Gib deinem Gehirn gar keine Möglichkeit, Ausreden zu finden. Einfach anfangen: aufstehen, anziehen, schreiben, zum Hörer greifen… Dabei kann dir die 5 Sekunden Regel von Mel Robbins helfen. Einfach von 5-1 rückwärts zählen (dann ist dein Gehirn nämlich mit dem Zählen beschäftigt) – Nach der 1 stehst du auf und fängst an. 
  2. MUSIK – Lege dir Playlisten an – sobald die Musik läuft, ist das das Zeichen zum Starten. Das jeweilige Genre kann dir bei den unterschiedlichen Aufgaben helfen: Motivation, Power, Konzentration, Beruhigung
  3. GEWOHNHEITEN machen es leichter! Koppel deine Aufgabe an einen Trigger wie eine bestimmte Uhrzeit oder Wochentag, eine bestehende Handlung wie Händewaschen oder den Arbeitsweg oder etwas, das dir gut tut wie z.B. eine Tasse Tee
  4. Kenne deine ENERGIEQUELLEN – damit kannst du dein Energielevel quasi auf Knopfdruck erhöhen. Was gibt dir sofort Energie? Ein bestimmtes Lebensmittel wie Kaffee, in Smoothie oder Schokolade, deine Lieblingskleidung, ein Song, ein Duft, ein Ort?
  5. POSITIV DENKEN – es gibt einfach Aufgaben, die müssen erledigt werden. Du kannst dich entweder in diesem Drama verlieren oder du nimmst an, was du nicht ändern kannst. Im Übrigen hat alles auch eine positive Seite: du lernst etwas, du wirst besser, du hilfst anderen, du verdienst Geld. Such den kleinen positiven Kern an deiner Aufgabe. Wenn du schon denken musst, warum dann nicht gleich positiv?

Aufgabe Nr. 2 : Erstelle ein Motivationsposter 

Egal ob du Bilder auf ein leeres Blatt klebst, eine digitales Pinterest Board erstellt oder dir einfach deine Power-Wörter oder Zitate notierst. Was oder wer motiviert dich? An welchen Orten bist du motiviert? Anders als ein Vision Board sind die Dinge auf deinem Motivationsposter bereits Realität.

PRIORITÄTEN setzen

„Es ist nie eine Frage der Zeit, sondern immer eine der Prioritäten.“ 

Der erste Schritt, um sinnvoll Prioritäten setzen zu können, ist dir einen Überblick zu verschaffen. Um Aufgaben zu sortieren, musst du erst einmal wissen, welche überhaupt anstehen. Entlaste zuerst deinen Kopf, indem du erst einmal alles da rausholst. 

Die Getting Things Done-Methode von David Allen arbeitet nach dem Prinzip: 1. Sammeln (alles notieren), 2. Übersicht (was kann weg, ist es wichtig), 3. organisieren (terminieren, delegieren), 4. regelmäßige Durchsicht (im Kalender, in deinem Sammel-System), 5. erledigen

Alle Schritte kannst du sowohl digital als auch handschriftlich ausführen. Für die meisten funktioniert auch eine Kombination (erst Sammeln auf Papier und die Organisation dann später digital). Folgende Möglichkeiten kann ich dir aus eigener Erfahrung empfehlen:

  • ToDoist
  • Wunderlist
  • Trello / Asana
  • Papier / Kalender

Aber es gibt noch weitere Tricks, um deine Prioritäten zu setzen:

Frage dich: MUSS ICH? Und zwar mit der Betonung erst auf dem MUSS, dann auf dem ICH? Vielleicht denkst du nur, du müsstest etwas machen. Nach der 80/20 Regel ist die Aufgabe vielleicht nicht ganz so wichtig, wie du zuerst dachtest. Und möglicherweise ziehst du dir etwas auf den Tisch, was du selber gar nicht erledigen müsstest. Vielleicht kickt da dein „Klar, mach ich“ ein, aber jemand anderes könnte es genauso gut erledigen.

  1. Pareto – oder die gerade erwähnte 80/20 Regel, die besagt, dass du mit 20% Aufwand 80% des Ergebnisses erzielst. Glaubt man an diese Regel, fallen ganz plötzliche viele der Dinge weg bzw. sind für den Großteil des Erfolges gar nicht nötig. LINK
  2. Eisenhower – Matrix: Geht es dir auch so, dass du zu oft in die Dringend-Falle tappst? Aufgaben brauchen deine Aufmerksamkeit, weil sie möglichst schnell erledigt werden wollen. Dabei sind diese Dinge oft gar nicht WICHTIG. Nicht wichtig für dich oder nicht wichtig für das Ergebnis. Denk mal darüber nach.
  3. 2-Minuten-RegelWenn etwas besonders schnell geht, kannst du es auch sofort erledigen, statt es auf der To-Do-Liste zu lassen. Weg ist weg!
  4. alles mit Datum versehen – Denn was ein Datum hat, hat eine Deadline. Und was eine Deadline hat, wird von den meisten Menschen eher erledigt als etwas, was irgendwann man gemacht werden muss.
  5. Eatthatfrog oder Eat the Käsekuchen first – Manche Menschen erledigen lieber das Unangenehme, Umfangreiche und Schwierige zuerst, andere arbeiten lieber erst das ab, was ihnen Spaß macht und was einfach geht. Beides kann der richtige Weg sein. Arbeite nicht gegen dich, sondern mit deinen Stärken

FOKUS

„Wer etwas wirklich will, findet Wege. Wer nicht, findet Gründe (aka Ausreden)“ 

Fokus Tipps hast du sicher schon einige gehört. Hier meine BEST-Off Tipps:

  1. Schaffe dir ein BEWUSSTSEIN FÜR ZEITDIEBE & STRESSOREN – Notiere dir mal eine Woche lang, wer oder was dich bei der Arbeit stört, wovon du dich selber ablenken lässt, was dich mehr Zeit kostet als dir lieb ist. Denn nur das, was du kennst, kannst du ändern. Versuche dann, Woche für Woche einen Stressor von der deiner Liste zu eliminieren
  2. Das funktioniert gut, wenn du dir für deine Fokusaufgaben gezielt RAUM & ZEIT schaffst  (Tipp: Lies das Buch Deep Work, installiere dir die Forest App oder das Addon Stayfocused für den PC). Blocke dir diese Zeiten im Kalender, such dir einen Ort, an dem du alleine bist, und ja – Handy aus! Simple, aber genau so funktioniert es!
  3. POMODORO 25 Min. arbeiten, 5 Min Pause (App, Chrome Addon). Für mich haben sich kurze Phasen besser bewährt als längere. Vielleicht hast du schon eine Dauer von 45 oder sogar 90 Minuten gelesen, das funktioniert nur bedingt bei Aufgaben, die nicht auf höchster Konzentration laufen müssen.
  4. KEIN MULTITASKING – Es funktioniert nicht (bzw. nur bei sehr einfachen Aufgaben, aber nicht bei Fokusaufgaben) und dauert deshalb länger, weil dein Gehirn ständig hin und herspringt und sich jedesmal kurz wieder eindenken muss.
  5. Arbeite mit CHECKLISTEN für Dinge, die du selten erledigst – wie war das noch mal mit der Webseite, wenn ich die Navigation ändern will, in welche Zeile der Steuererklärung musst der europäische Umsatz – wenn du weißt, dass es Aufgaben sind, die du nicht wöchentlich erledigst, dann notiere dir die einzelnen Schritte gleich. Wenn du nämlich nicht weißt, was du machen sollst, finden sich dankbare Ablenkungen und du erledigst nicht das, was du müsstest!

Dranbleiben

„Wenn du aufgeben willst, denk darüber nach, WARUM du angefangen hast.“

  1. Wir bleiben dran, wenn wir den Sinn hinter unserem Tun kennen. Welche deiner Aufgaben machen für dich auf den ersten Blick gerade keinen Sinn? Dann überlege dir einen! Selbst die trockensten, nervigsten Aufgaben haben einen, auch wenn du etwas genauer überlegen musst.
  2. Kennst du deine Motivatoren? Sind es Leistung & Anerkennung, Gemeinschaft & Zugehörigkeit, Macht & Status, Spaß & Neugier, Wettbewerb? Wenn du weißt, was dich motiviert, kannst du die Aufgaben in diesem Kontext gestalten
  3. Da Gegenteil von Dranbleiben ist Aufhören. Aber was steckt bei dir hinter dem Aufgeben oder der kleinen Schwester dem Aufschieben?
  • die Aufgabe ist dir NICHT WICHTIG genug
  • es ist NICHT DER RICHTIGE ZEITPUNKT
  • Du hast ANGST vor VERANTWORTUNG oder ANGST vor dem SCHEITERN 

Wie oben auch schon erwähnt, kannst du Dinge nur aktiv angehen, wenn du sie (er-)kennst. Das ist es beim Aufgeben nicht anders. Hinterfrage, warum du nicht dranbleibst und geh das aktiv an. 

Generell kannst du dir mit den diversen Hacks von oben auch das Dranbleiben leichter machen:

  • ENERGIEQUELLEN einbeziehen
  • GEWOHNHEITEN aus deinen Aufgaben machen
  • POSITIV DENKEN statt Drama erleben
  • Commitment & Kontrolle (Tracker) – Studien haben ergeben, dass die Durchhaltequote größer ist, wenn man das Gefühl hat, jemand guckt zu / überwacht den Fortschritt. Wer alleine für sich handelt, braucht nur sich austricksen
  • Gewinner Mindset & Erfolge feiern – wir Menschen neigen dazu, das zu sehen, was wir nicht haben. Lenke deshalb regelmäßig den Blick auf das, was du schon gemacht hast. Nicht mal auf das Ergebnis (das könnte dich noch nicht zufrieden stellen), sondern einfach auf deine Handlungen. Du hast daran gearbeitet, du hast es versucht, dich aufgerafft, bist schon x Tage drangeblieben – sei stolz auf dich, gib dir ein mentales oder reales (!) High Five im Spiegel (wieder mal Mel Robbins: High Five Habit)

Und zum Schluss noch drei Umstände, bei denen Aufgeben nahezu vorprogrammiert ist: 

  1. Perfektionismus – viele neigen dazu, aber glücklich sind damit die wenigsten. Der Druck ist hoch, die Angst vorm Scheitern präsent, es dauert alles unendlich lange und die 100% erreicht man eh sehr selten. Verabschiede dich also langsam davon und denk dran 80 ist das neue 100 (siehe Pareto)
  2. zu krasser Zeitdruck – ich höre dich schon sagen, dass du unter Druck am besten arbeitest und auf dem letzten Drücker ja auch alles schaffst. Sicher, aber stellt dich das Ergebnis zufrieden? Und ist das nicht oft eine kleine Ausrede und du wünschst dir, doch manchmal mehr Zeit für alles zu haben? Denn seien wir ehrlich, diese Vorgehensweise stresst ganz schön…
  3. wirkliche Sinnlosigkeit – wenn du nichts sinniges an der Aufgabe finden kannst, wirst du früher oder später hinwerfen. Und in dem Fall ist das auch ok. Dann vielleicht sogar eher früher als später?

So, das waren die besten Tipps, um deinem Schweinehund standzuhalten. Gib ihm Contra und mach dein Ding!

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Für mich gibt es keine genialere Vorstellung als den Gedanken: "Du kannst alles schaffen, was du dir vornimmst." Im Magazin bekommst du den manchmal nötigen Perspektivenwechsel, alltagstaugliche Tipps und nützliche Tools, um das zu erreichen, was dir wichtig ist! 

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